Empfindliche Haut

Der Begriff empfindliche Haut – in der Fachliteratur auch als Sensitive-Skin-Syndrom (SSS) bezeichnet – beschreibt unangenehme Hautreaktionen auf Reize, die normalerweise keine Empfindungen hervorrufen sollten. Diese Reaktionen können sowohl sichtbar (objektiv) als auch nur spürbar (subjektiv) sein. Bei etwa 40 % der Betroffenen lässt sich keine Ursache finden; das SSS kann aber auch begleitend zu Erkrankungen wie Psoriasis, Rosazea, Akne oder Neurodermitis auftreten. Die Haut sieht dabei oft unauffällig aus oder ist nur leicht gerötet. Hauptursache ist eine „geschwächte“ Hautbarriere mit erhöhtem Wasserverlust und/oder neurosensorischer Hyperreaktivität. Typische Symptome sind Rötungen, Schuppung, Spannungsgefühl, Trockenheit und Juckreiz; sogenannte „Stinger“ spüren zusätzlich Kribbeln und Stechen ohne sichtbare Reaktion. Auslöser sind u. a. UV-Strahlung, Temperaturschwankungen sowie Pflegeprodukte mit Parfüm- oder Alkoholzusätzen. Therapeutisch empfohlen werden Barriere-stabilisierende Cremes mit Ceramiden oder Lipiden, maximal zweimalige tägliche Reinigung mit milden, duft- und konservierungsstofffreien Produkten sowie ausreichender Lichtschutz und hautfreundliche Kleidung aus Naturmaterialien.