Die postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH), , ist eine erworbene Überpigmentierung der Haut. Sie entsteht als direkte Folge vorangegangener entzündlicher oder traumatischer Hautprozesse wie Akne vulgaris, Ekzemen, Psoriasis, Insektenstichen oder Verbrennungen. Während der Entzündungsphase schütten Gewebezellen Botenstoffe (z. B. Prostaglandine und Zytokine) aus, die benachbarte Melanozyten zu einer übermäßigen Melaninproduktion anregen. Man unterscheidet die oberflächliche epidermale PIH (bräunlich, gut behandelbar) von der tieferen dermalen PIH (grau-bläulich): Wird durch eine starke Entzündung die Basalmembran beschädigt, „fällt“ Melanin in die Lederhaut und wird dort von Fresszellen (Makrophagen) aufgenommen, weshalb der natürliche Abbau viele Monate bis Jahre dauern kann. Personen mit dunkleren Hauttypen (Fitzpatrick-Typen IV–VI) sind aufgrund ihrer aktiveren Pigmentzellen besonders häufig betroffen.
Der wichtigste verhaltensbasierte Präventionsschritt besteht in der konsequenten Vermeidung mechanischer Manipulationen: Eigenmächtiges Ausdrücken oder Aufkratzen von Entzündungsherden verstärkt das Gewebetrauma, zerstört die schützende Basalmembran und begünstigt den Übergang in eine hartnäckige langeanhaltende dermale Pigmentierung sowie bleibende Narben.
Die dermopharmazeutische Behandlung stützt sich auf eine frühzeitige Kontrolle der zugrunde liegenden Hautentzündung in Kombination mit zielgerichteten Wirkstoffen. Zunächst wird eine abwartende Haltung empfohlen. Selten und je nach Art der Hyperpigmentierung und Leidensdruck finden auch Medikamente eine Anwendung