Sebum (Hauttalg), ist eine fettige Substanz, die von den Talgdrüsen der Haut produziert wird. Talgdrüsen kommen besonders zahlreich im Gesicht, auf der Kopfhaut, am Rücken und auf der Brust vor. Sebum besteht hauptsächlich aus Triglyceriden, Wachsestern und Squalen und erfüllt wichtige Schutzfunktionen: es hält die Haut geschmeidig, schützt sie vor dem Austrocknen und ist Bestandteil des sogenannten Säureschutzmantels, der die Haut vor Bakterien und anderen Krankheitserregern schützt. Die Menge des produzierten Talgdrüsensekrets ist individuell verschieden und wird vor allem durch Hormone beeinflusst. Androgene, also männliche Geschlechtshormone, die auch Frauen physiologisch in geringen Mengen produzieren, regen die Talgdrüsen vor allem über ihr Abbauprodukt Dihydrotestosteron (DHT) an. In der Pubertät führt ein Anstieg der Androgene häufig zu einer gesteigerten Talgproduktion. Östrogene hingegen hemmen die Talgproduktion, weshalb ein sinkender Östrogenspiegel, etwa in den Wechseljahren, die Haut spürbar trockener werden lassen kann. Auch mit zunehmendem Alter nimmt die Talgproduktion ab, was die häufig beobachtete Hauttrockenheit im Alter erklärt. Eine übermäßige Talgproduktion (Seborrhoe) lässt die Haut fettig erscheinen und kann zu vergrößerten, sichtbaren Poren führen. Eine zu geringe Talgproduktion (Sebostase) äußert sich hingegen in trockener, empfindlicher Haut, die zu Spannungsgefühlen und Schuppungen neigt. Viele Hautpflegeprodukte/Basistherapeutika zielen darauf ab, das Gleichgewicht der Talgproduktion zu unterstützen, sei es durch vermehrt fettende Inhaltsstoffe bei trockener Haut oder durch Sebum-regulierende Inhaltsstoffe bei fettiger Haut.