Die aktinische Keratose ist eine chronische UV-induzierte Hautveränderung der Epidermis, die histologisch als intraepidermales Carcinoma in situ und damit als früheste Vorstufe des kutanen Plattenepithelkarzinoms (weißer Hautkrebs) eingestuft wird. Sie entsteht durch eine jahrzehntelang aufsummierte UV-Lebensdosis – besonders bei hellen Hauttypen (Fitzpatrick I–II) sowie bei immungeschwächten Personen. Bei Menschen, die beruflich viele Jahre im Freien tätig sind (z. B. in der Landwirtschaft oder im Baugewerbe), ist das Krankheitsbild in Deutschland offiziell als Berufskrankheit anerkannt. Typischerweise manifestieren sich die Läsionen an den sogenannten „Sonnenterrassen“ des Körpers wie unbehaarter Kopfhaut, Stirn, Nasenrücken, Ohrmuscheln, Unterlippe, Dekolleté und Handrücken. Die rötlichen oder hautfarbenen Plaques sind in der Regel völlig schmerzfrei und im Frühstadium oft besser zu ertasten als zu sehen, da sie sich charakteristisch rau und sandpapierartig anfühlen.