Die Dermopharmazie ist ein interdisziplinäres Gebiet an der Schnittstelle von Medizin und Pharmazie, das sich in vielerlei Hinsicht mit der Vorbeugung und Behandlung von Hautkrankheiten sowie mit sonstigen Beeinflussungen des Hautzustands durch Arzneimittel, Medizinprodukte, Nahrungsmittel, Kosmetika oder deren Inhaltsstoffen beschäftigt. Bei den Hautarzneimitteln (Dermatika) gilt das Interesse sowohl den Fertigarzneimitteln wie den Rezepturen, insbesondere den Magistralrezepturen.
Die weitere Entwicklung der Dermopharmazie bedarf der Kooperation von Experten. Hierzu zählen in Klinik und Praxis tätige Dermatologen, in Hochschule, Krankenhaus und öffentlicher Apotheke tätige Pharmazeuten sowie Ärzte, Naturwissenschaftler und andere Fachleute, die in Behörden, Untersuchungslabors, Auftragsinstituten, Ausbildungsstätten, Redaktionen von Fach- und Publikumsmedien, Unternehmensberatungen, Rechtsanwaltskanzleien oder der Industrie tätig sind.
Zur Koordination der Aktivitäten auf dem Gebiet der Dermopharmazie sowie zur Förderung des interdisziplinären und interinstitutionellen Gedankenaustauschs wurde am 20. Juni 1995 in Eschborn die GD Gesellschaft für Dermopharmazie e.V. gegründet. Heutiger Sitz der Gesellschaft ist Köln.
Die GD versteht sich als internationale wissenschaftliche Fachgesellschaft. Ihr gehören annähernd ca. 400 ordentliche Mitglieder, überwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie rund 35 fördernde Mitglieder an. Letztere sind Firmen der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie, der Rohstoffindustrie sowie Auftragsinstitute und eine Rechtsanwaltssozietät.