Sebum (Hauttalg)
Sebum (Hauttalg), ist eine fettige Substanz, die von den Talgdrüsen der Haut produziert wird. Talgdrüsen kommen besonders zahlreich im Gesicht, auf der Kopfhaut, am Rücken und auf der Brust vor. Sebum besteht hauptsächlich aus Triglyceriden, Wachsestern und Squalen und erfüllt wichtige Schutzfunktionen: es hält die Haut geschmeidig, schützt sie vor dem Austrocknen und ist Bestandteil […]
Postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH)
Die postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH), , ist eine erworbene Überpigmentierung der Haut. Sie entsteht als direkte Folge vorangegangener entzündlicher oder traumatischer Hautprozesse wie Akne vulgaris, Ekzemen, Psoriasis, Insektenstichen oder Verbrennungen. Während der Entzündungsphase schütten Gewebezellen Botenstoffe (z. B. Prostaglandine und Zytokine) aus, die benachbarte Melanozyten zu einer übermäßigen Melaninproduktion anregen. Man unterscheidet die oberflächliche epidermale PIH […]
Hautmikrobiom
Das Hautmikrobiom bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen auf der Haut einschließlich ihres genetischen Materials. Dazu zählen Bakterien, Pilze, Viren sowie weitere Mikroorganismen. Das Mikrobiom trägt wesentlich zur Stabilisierung der Hautbarriere und zur Immunregulation bei: Kommensalen wie Staphylococcus epidermidis produzieren antimikrobielle Peptide, konkurrieren mit Pathogenen und helfen, den sauren Haut-pH aufrechtzuerhalten. Die mikrobielle Zusammensetzung ist hochindividuell […]
Hautbarriere
Die Hautbarriere ist ein hochkomplexes System, das den Organismus vor transepidermalem Wasserverlust (TEWL) schützt und das Eindringen von Schadstoffen, Allergenen und Mikroorganismen verhindert. Strukturell folgt sie dem Ziegelstein- und Mörtel-Modell nach dem Dermatologen Peter Elias: Korneozyten bilden das Gerüst, zusammengehalten durch Desmosomen, während die interzelluläre Lipidschicht, bestehend aus Ceramiden, Cholesterin und freien Fettsäuren, eine geordnete […]
Haut im Winter
Trockene Gesichtshaut, Perlèche (rissige Mundwinkel), raue Hände und Xerosis cutis (trockene Haut), besonders an den Unterschenkeln, sind typische Symptome im Winter. Ursächlich ist der häufige und abrupte Wechsel zwischen kalter Außenluft und warmer, trockener Heizungsluft drinnen, welcher die Haut austrocknet und die epidermale Barrierefunktion schwächt. Bereits ab 8 °C drosselt die Kälte die Sebumproduktion zunehmend, […]
Harnstoff/Urea
Urea ist ein Arznei- und Pflegestoff, der auch als Bestandteil des Natural Moisturizing Factor (NMF) rund 7 % des körpereigenen Feuchthaltesystems im Stratum corneum ausmacht und gemeinsam mit Aminosäuren, Lactat und Pyrrolidoncarbonsäure (PCA) den Wasserhaushalt der Epidermis reguliert. Die dermopharmazeutische Wirkung von Urea ist strikt konzentrationsabhängig: In niedrigeren Konzentrationen bis etwa 10 % agiert Harnstoff […]
Haarausfall
Neben seltenen Ursachen für Haarausfall unterscheidet man drei häufige Formen von Haarausfall: den diffusen Haarausfall (Alopecia diffusa), den erblich bedingten Haarausfall (Alopecia androgenetica) und den kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata).Beim diffusen Haarausfall kommt es zu einer gleichmäßigen Ausdünnung des gesamten Haares. Mögliche Ursachen sind Medikamente, Systemerkrankungen, hormonelle Veränderungen (z. B. nach einer Schwangerschaft oder in den […]
Beruflicher Hautschutz
Beruflicher Hautschutz dient dazu, arbeitsbedingten Hauterkrankungen, insbesondere irritativen und allergischen Handekzemen, vorzubeugen. Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung einen betrieblichen Hautschutzplan zu erstellen. Die verwendeten Produkte unterliegen dabei der EU-Kosmetik-Verordnung. Praktische Empfehlungen zur Auswahl und Anwendung liefern die Leitlinien der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Feuchtarbeit, definiert als Nässekontakt von mehr als zwei Stunden […]