GD - Online U. Mrowietz : Fumarsäureester
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 Prof. Dr. med. Ulrich Mrowietz

Fumarsäureester: Welche Komponente wirkt, und wie wirkt sie?

Universitäts-Hautklinik, Kiel

Das definierte Gemisch verschiedener Fumarsäureester (Fumaderm®) ist das in Deutschland am häufigsten verschriebene Präparat zur systemischen Therapie der Psoriasis. Wissenschaftliche Untersuchungen aus den letzen Jahren haben für das in Fumaderm® als Hauptkomponente enthaltene Dimethylfumarat (DMF) und seinen Metaboliten Methylhydrogenfumarat (MHF) eine Reihe wichtiger Wirkmechanismen aufgezeigt. So führt MHF zu einer Veränderung des Sekretionsmusters stimulierter Lymphozyten mit Bevorzugung von Th2-Zytokinen wie Interleukin 4 und 5. DMF hemmt die Produktion von Chemokinen wie Interleukin 8 aus Monozyten und führt zu einer verminderten Expression von Adhäsionsmolekülen (z. B. ICAM-1) auf Endothelzellen. Die vor kurzem beschriebene Hemmung der Translokation des nuklearen Transkriptionsfaktors NF-?B durch DMF könnte die zuvor beobachteten Wirkungen erklären. Zudem ist DMF ein potenter Induktor des programmierten Zelltodes bei unreifen dendritischen Zellen und aktivierten T-Zellen, was zumindest teilweise auf dem Einfluss der Substanz auf den NF-?B Signalweg beruhen könnte.

Somit konnten für die seit 1959 für Psoriasis-Therapie verwendeten Fumarsäureester immunologisch bedeutsame Wirkmechnismen nachgewiesen werden.

Prof. Dr. med. Ulrich Mrowietz

Foto: GD Gesellschaft für Dermopharmazie

 

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