GD - Online D. Steinhilber: Vitamin D-Rezeptor-Agonisten
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Prof. Dr. Dieter Steinhilber

Vitamin D-Rezeptor-Agonisten zur Therapie hyperproliferativer und entzündlicher Hauterkrankungen

Institut für Pharmazeutische Chemie, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt

1,25-Dihydroxyvitamin D3 (Calcitriol), die aktive Form des Vitamin D, wird zur Therapie der Psoriasis eingesetzt. Die Anwendung von Calcitriol und anderen Vitamin D-Derivaten bei der Psoriasis beruht auf den ausgeprägten zelldifferenzierenden und proliferationshemmenden Eigenschaften des Hormons bei Keratinocyten. Ferner ist 1,25-Dihydroxyvitamin D3 ein Immunmodulator und ein wichtiger Differenzierungsinduktor bei myelopoietischen Zellen im Blut.

Aufgrund der relativ hohen perkutanen Resorptionsquote von 1,25-Dihydroxyvitamin D3 besteht bei großflächiger Anwendung die Gefahr der Entwicklung einer Hypercalciämie. Ein Ansatz zur Vermeidung dieser Nebenwirkung ist die Entwicklung von Vitamin D-Derivaten mit geringer systemischer Bioverfügbarkeit wie Calcipotriol. Tierexperimentelle Studien ergaben eine um etwa den Faktor 100-200 schwächere Beeinflussung der Calcium-Resorption und -Mobilisation durch Calcipotriol als durch Calcitriol, was auf die sehr schnelle Metabolisierung von Calcipotriol zu inaktiven Stoffwechselprodukten zurückzuführen ist. Im Rahmen des Vortrags werden weitere, metabolisch labile Vitamin D-Rezeptor-Agonisten zur Psoriasistherapie und deren molekular-pharmakologische Charakterisierung vorgestellt.

Die 5-Lipoxygenase-Expression in Monocyten wird durch 1,25-Dihydroxyvitamin D3 und Transforming growth factor-ß (TGFß) induziert und eignet sich als Marker für die zelldifferenzierende Wirkung von Vitamin-D-Rezeptor-Agonisten. Im Rahmen des Vortrags wird auf den Mechanimus der 5-Lipoxygenase-Induktion durch Vitamin D-Rezeptor-Agonisten eingegangen.


Prof. Dr. Dieter Steinhilber




Fotos: GD Gesellschaft für Dermopharmazie

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