GD - Online M. Bräutigam: Wirksamkeit von Pimecrolimus in der Lokaltherapie
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Dr. Matthias Bräutigam

Wirksamkeit von Pimecrolimus in der Lokaltherapie des atopischen Ekzems

Novartis Pharma GmbH, Nürnberg

Die Wirksamkeit von Elidel (Pimecrolimus) 1 % Creme wurde in klinischen Studien an etwa 19.000 Patienten weltweit und davon mehr als 2.500 Säuglingen nachgewiesen. Etwa 6 Millionen Patienten haben Pimecrolimus seit der Einführung im März 2002 angewendet.

Die Leitsymptome des atopischen Ekzems, Juckreiz und Schlaflosigkeit, sprechen schnell auf eine Behandlung mit Pimecrolimus-Creme an. Bei erwachsenen Patienten mit mäßig schwerem atopischen Ekzem verbesserte sich der Juckreiz innerhalb von 48 Stunden in 45 % der Patienten im Vergleich zu 17 % in der mit Creme-Grundlage behandelten Kontrollgruppe (p=0,002). Eine signifikante Verbesserung der Schlaflosigkeit konnte bei Säuglingen mit mildem bis sehr schwerem atopischen Ekzem mit Pimecrolimus-Creme innerhalb von drei Behandlungstagen erreicht werden (49 % mit Pimecrolimus im Vergleich zu 26 % mit Creme-Grundlage, p=0,002).

60 - 68 % der Patienten mit überwiegend mildem bis mäßig schwerem atopischen Ekzem blieben unter Pimecrolimus-Behandlung schubfrei, im Vergleich zu 22 - 34 % in der Kontrollgruppe. Unter Pimecrolimus-Behandlung mussten signifikant weniger Patienten topische Steroide als unter Creme-Grundlage anwenden (40 % versus 75 % bei Erwachsenen mit mäßig schwerem atopischen Ekzem), und der Prozentsatz von Tagen mit Steroidbehandlung konnte bei diesen Patienten von 37,0 % auf 9,5 % reduziert werden. Patienten und Eltern von Patienten hatten unter Pimecrolimus eine signifikant verbesserte Lebensqualität im Vergleich zur Creme-Grundlage und zur Standardtherapie.

Auch bei schwerem atopischen Ekzem, für das Pimecrolimus-Creme in der Europäischen Union momentan noch nicht zugelassen ist, kontrolliert Pimecrolimus effektiv die Ekzemsymptomatik bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen. Klinische Daten zeigen auch, dass es nach dem Absetzen der Pimecrolimus-Behandlung nicht zu einem Rebound-Phänomen kommt.

Pimecrolimus reduziert nicht nur die Entzündung, sondern scheint auch die Hauttrockenheit zu mildern, die eine Expression der geschädigten Hautbarrierefunktion bei Patienten mit atopischem Ekzem ist. Eine große Studie mit mehr als 1.000 Säuglingen wurde auf den Weg gebracht, um abzuklären, ob Pimecrolimus-Creme den Grundverlauf der Erkrankung beeinflussen und den atopischen Marsch verhindern kann. Interessanterweise konnte bereits gezeigt werden, dass Pimecrolimus eine protektive Wirkung im Atopie-Patch-Test – einem transkutanen Provokationsmodell mit Aeroallergenen – besitzt.

Mit Pimecrolimus bedeutet eine moderne Therapie des atopischen Ekzems frühe Intervention, dauerhafte Krankheitskontrolle und Reduktion des Steroidverbrauchs.

Dr. Matthias Bräutigam


Foto: GD Gesellschaft für Dermopharmazie

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