GD - Online H. Gollnick: Akne als chronische Krankheit
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Harald Gollnick
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Akne als chronische Krankheit - Bedeutung für die Therapie

Akne wird zu häufig als Acne vulgaris im Sinne einer vorübergehenden, raschen, eher nur einen Lebensabschnitt störenden äußeren Erscheinung der Haut gesehen. Akne ist ein Spektrum von klinischen Bildern, welches vom Kleinkindalter bis in das 5. Lebensjahrzehnt hineinreichen kann.

Wenn auch der überwiegende Teil der klassischen Acne vulgaris (Acne papulopustulosa Grad I/II) das Teenageralter erfasst, so sind doch zunehmend und insgesamt mit einem großen Anteil klinische Verläufe mit hoher Chronizität bekannt. Jeder behandelnde Dermatologe ist sich der Erfahrung gewärtig, dass eine Akne auch im Teenageralter nach erfolgreicher Behandlung schnell ein Rezidiv aufweist, weil dies dem Proliferationsdruck der Erkrankung innewohnt.

Das bedeutet auch einen chronischen Einsatz von Medikamenten einerseits in der Akutphasenbehandlung und andererseits in der Erhaltungstherapie und Rezidivvorbeugung. Manchmal über anderthalb bis zwei Jahrzehnte bedürfen chronische Verläufe der Akne im Sinne der Acne tarda der systemischen und topischen Kombinationstherapie.

Wenn man die Akne mit der Atopischen Dermatitis vergleicht, so ergeben sich durchaus Ähnlichkeiten. Kein Patient und kein Arzt haben Zweifel an der Chronizität der Erkrankung und einer Einordnung entsprechend der internationalen Klassifikation der WHO (ICF). Warum ist dies bisher nicht bei der Akne der Fall?

Prof. Dr. med. Harald Gollnick

 




Fotos: GD Gesellschaft für Dermopharmazie

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