GD - Online E.-M. Meigel: Kosmetische Wirkstoffe
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Eva-Maria Meigel
Hautarztzentrum Rödingsmarkt, Hamburg

Kosmetische Wirkstoffe gegen intrinsische Hautalterung: Aktuelle wissenschaftliche Bewertung


Die Haut unterliegt wie alle anderen Organe des Körpers den degenerativen Veränderungen des Alterungsprozesses. Hautalterung wird durch mehrere Faktoren hervorgerufen, wie genetische Disposition, endokrinologische Prozesse sowie zahlreiche extrinsische Faktoren wie UV-Licht, Umwelt und Lebensstil. Intrinsische chronologische Hautalterung umfasst die Veränderungen, die durch oxidativen zellulären Stress, Abfall der Sexualhormone im Alter und Rückgang zellulärer Funktionen hervorgerufen werden.

Topische Applikation von antioxidativen Wirkstoffen wie Vitamin E und C, Coenzym Q10, a-Liposäure, Vitamin-B-Abkömmlinge wie Niacinamid sind gut untersucht und zeigen in den vorliegenden Studien positive Effekte.

Kupfer ist ein essentielles Spurenelement, das in Zellen für die Bildung kupferabhängiger Enzyme benötigt wird. Kupfer ist auch essentiell für die Bildung antioxidativer Enzyme wie Superoxid- Dismutase. Kupfer-Peptid-Komplexe sind in der Lage, die Kollagensynthese in Fibroblasten zu induzieren.

Peptide sind kurze Aminosäuren, die zu größeren Proteinen zusammengesetzt werden. Aminosäureketten von spezifischer Länge und Sequenz können menschliche Fibroblasten zur Produktion anregen, andere sind in der Lage, die Freisetzung von Neurotransmittern zu blockieren.

DMAE (Dimethylaminoethanol) ist ein Vorläufer des Neurotransmitters Acetylcholin und reguliert zelluläre Aktivität. Es erhöht nach topischer Applikation die Hautfestigkeit.

Die Haut ist das Zielorgan zahlreicher Hormone, besonders der Sexualsteroide. Sexualhormone haben einen erheblichen Einfluss auf den Alterungsprozess. Der Abfall der Sexualhormone im Alter induziert den Rückgang hormonell ausgelöster Hautfunktionen. Die topische Verwendung von Sexualhormonen bei menopausalen Frauen zeigt positive Effekte auf die hormonell induzierte Hautalterung.

Die Anwendung der Hormonersatztherapie ist jedoch umstritten. Phytohormone zeigen indes östrogenartige Effekte durch ihre Strukturähnlichkeit mit den Sexualsteroiden und stellen eine alternative Behandlungsmöglichkeit dar.


Dr. med. Eva-Maria Meigel




Fotos: GD Gesellschaft für Dermopharmazie

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