GD - Online J. E. Diederichs: Liposomale und nanopartikuäre Wirkstoffträger
Suchen | Feedback | Inhalt
 Druckseite oder Abstracts 2003
English
Home
 
 
 
Weitere Links:
 
 
 
 
 
 
 

Dr. Julia E. Diederichs

Liposomale und nanopartikuläre Wirkstoffträger für topische Dermatika

MCS Micro Carrier Systems GmbH, Neuss

Nanopartikuläre Systeme sind vielfältig beschrieben als therapeutische Arzneistoffträger zur topischen Behandlung von Hauterkrankungen. Systeme basierend auf Phospholipiden sind besonders attraktiv wegen ihrer vernachlässigbaren Toxizität und dem geringen allergenen Potential aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit mit Zellmembranen. Phospholipide dienen als Lösungsvermittler und Penetrationsverbesserer durch die Verkapselung von Arzneistoffen als Liposome oder durch die Bildung von niedrigmolekularen Komplexen. Auf diese Weise können Arzneistoffe angereichert und Depot-Effekte beobachtet werden. In einer Reihe von klinischen Studien konnte die Überlegenheit von liposomalen Arzneistoffformulierungen gegenüber konventionellen Applikationssystemen gezeigt werden. Es scheint jedoch so zu sein, dass nur eine ge-schädigte epidermale Barriere es den Liposomen ermöglicht, intakt in die Haut einzu-dringen.Gewöhnlich werden Liposome direkt in ihrer wässrigen, dispersen Form ver-wendet oder in eine gelbildende Matrix eingearbeitet. Dennoch sind auch mehrere Ar-ten von Phospholipid-Gelen und ihnen entsprechender Herstellungsprozesse beschrieben. Diese Gele benötigen entweder eine relativ große Menge Alkohol, was nur für wenige Hauterkrankungen günstig ist, oder große Mengen Phospholipid, um eine Gelbildung sicherzustellen. Im Gegensatz zu den oben genannten Systemen haben wir zwei verschiedene Phospholipidgel-Formulierungen entwickelt, die über einen breiten Konzentrationsbereich der Phospholipide die Möglichkeit bieten, die physiko-chemischen Eigenschaften des Gels maßzuschneidern, ohne die Notwendigkeit Alkohol zuzugeben. Wenn erwünscht, können jedoch Alkohol und andere Lösungsvermittler zugegeben werden, um die Löslichkeit des eingearbeiteten Wirkstoffes zu erhöhen. Die Vorteile dieser Gele sind

geringes Allergierisiko, da sie aus natürlichen Phospholipiden bestehen und emulgatorfrei sind,
feuchtigkeitsspendend und nicht austrocknend, da sie frei von organischen Lösungsmitteln sind
nicht fettend
gut haftend auf Haut und Schleimhaut

Die Gele sind für die Einarbeitung von lipophilen, hydrophilen und amphiphilen Arznei-stoffen geeignet. Bis jetzt haben wir schwer lösliche NSAR's und Substanzen vom Ubi-quinone-Typ wie z.B Coenzyme Q10 eingearbeitet mit einer Stabilität von wenigstens 6 Monaten.


Dr. Julia E. Diederichs



Foto: GD Gesellschaft für Dermopharmazie


nach oben

 

   Copyright © 2000 - 2011
Institute for Dermopharmacy GmbH
webmaster@gd-online.de
Impressum
Haftungsausschluss