GD - Online K. Heitmann: Wie funktioniert REACH?
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Kerstin Heitmann
Ökopol - Institut für Ökologie und Politik GmbH, Hamburg

Wie funktioniert REACH?


Vortragsfolien (PDF) hier...

Am 13.12.2005 hat der Europäische Wettbewerbsrat einen Kompromissvorschlag für die neue Europäische Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals) vorgelegt. Mit der endgültigen Verabschiedung dieser Verordnung durch den Europäischen Rat und das Parlament ist noch in diesem Jahr zu rechnen, grundlegende Veränderungen an der gegenwärtigen Fassung sind nicht mehr zu erwarten. Die Verordnung wird bis Mitte 2007 in Kraft treten und unmittelbar wirksam sein.

Unternehmen sollten sich in der Vorbereitung auf REACH über ihre zukünftigen REACH-Rollen und die damit verbundenen Pflichten klar werden, um mögliche Gestaltungsspielräume zu nutzen.

Die Registrierung ist ein Kernelement von REACH. Mit ihr sollen zukünftig die chemischen Stoffe auf dem Europäischen Markt erfasst und hinsichtlich ihrer Verwendungen bewertet werden. Mit der Umsetzung von REACH sollen stufenweise alle auf dem Markt befindlichen Industriechemikalien durch die Hersteller bzw. Importeure der Stoffe registriert werden. Der Registrierungspflichtige muss ein Dossier mit Informationen zu den Eigenschaften und Verwendungen des Stoffes sowie zu den erforderlichen Schutzmaßnahmen zusammenstellen. Relevante Informationslücken können zum Erlöschen des Vermarktungsrechts führen.

Die Anwender von Chemikalien haben keine Registrierungspflichten. Ihre Aufgabe wird es sein, die Vorgaben der Hersteller zur sicheren Anwendung, die mit dem künftigen REACH-Sicherheitsdatenblatt kommuniziert werden, entweder direkt umzusetzen, mit dem Lieferanten in einen Dialog zu treten oder selbst eine Sicherheitsbewertung durchzuführen. Im Interesse der Anwender liegt es damit auch, die Zulieferer bei der Erstellung ihres Registrierungsdossiers mit anwendungsbezogenen Informationen zu unterstützen. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen für das Kommunikations- und Gefahrstoffmanagement sollten frühzeitig analysiert werden.

Kerstin Heitmann
Fotos: GD Gesellschaft für Dermopharmazie

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